14. Oktober 2015

New Stuff!

Kategorien: Allgemein

Ab dem nächsten Heimspiel am 17.10.2015 gibt es passend zur kühleren Jahreszeit, einen neuen, schicken Weserstadion Pullover bei uns am Stand (vor dem Ostkurvensaal) für 30€ zu erwerben!

Zudem gibt es endlich wieder neuen Lesestoff. Aus dem Hause 45 Grad erscheint die mittlerweile 22. Ausgabe mit vielen interessanten Berichten und Fotos. Erlebnis Fußball 67 geizt ebenfalls nicht mit interessanten Einblicken. So gibt es den zweiten Teil des Torcida Split-Interviews, europäische Pokalfinals und ein Spezial zum Europacup in der Ukraine auf die Augen. Die neuste Blickfang Ultra Ausgabe wird vielleicht auch noch bis zum Wochenende am Start sein. Kostenlos könnt ihr eine neue Ausgabe von unserem Infozine Weltenbummler mitnehmen!

Also schaut vorbei und deckt euch ein!

9. Oktober 2015

Wenn Unterstützung fürs Team erlaubt werden muss!

Kategorien: Texte, Wanderers

Jedes Wochenende in den Stadien rund um den Globus gibt es sie zu bestaunen: bunte und kreative Aktionen und Choreografien!

Sie gelten als Geschenk von aktiven Fans an ihren Verein und sollen meist ihr Team pushen, damit die Spieler noch ein paar Prozente mehr aus sich herausholen. Diese meist über Wochen oder sogar Monate erarbeiteten Kurvenshows sind häufig für viele das Highlight des Spiels. Sie orientieren sich an aktuellen Themen, welche den Fans am Herzen liegen oder setzen sich mit Identifikationsmerkmalen des eigenen Vereins, wie zum Beispiel dem Stadion, den Vereinsfarben, verdienten Spielern oder der Stadt auseinander.

In Mönchengladbach hat man jüngst für eine recht teure Choreografie Spenden gesammelt. Diese Choreo huldigte das hart erarbeitete und zu Recht erreichte internationale Geschäft ihres Vereins und machte diesen Tag noch unvergesslicher für die Stadiongänger. Der Erlös dieser Spenden war überwältigend und zeigte auf, dass die Geschichten, die diese Choreografien erzählen und die Emotionen, die sie transportieren, den Fans einiges wert zu sein scheinen. In dieser Woche allerdings äußerten sich auch die Mainzer Fans zu den Schwierigkeiten bei der Anmeldung ihrer Choreo für das Auswärtsspiel in Darmstadt. Wochen vor dem Spiel wurde beim Gastgeber wegen einer optischen Aktion angefragt. Dadurch, dass kein klares Verbot folgte, sondern man prinzipiell offen sei für eine Choreo, konnten die Arbeiten bei den Mainzern beginnen. Was nun bei Heimspielen, wie im Beispiel der Gladbacher noch ganz gut zu klappen scheint, ist für die Auswärtsfans im Lande allerdings alles andere als gut zu bezeichnen. Denn was kaum jemand weiß ist gängige Praxis. Vorgaben werden den Auswärtsfans öfter gemacht, aber auf der Heimseite ab und zu auch mal vernachlässigt. Der Verein nutzt schließlich auch die Kreativität seiner Fans, um sich besser zu vermarkten. Auswärtsfans und ihr Engagement werden im gleichen Moment jedoch oft lediglich als Risiko gesehen. Deshalb führen unzählige Vorgaben von Polizei, Feuerwehr, Gesetzgeber, Ordnungsdiensten und nicht zuletzt der Vereinsführungen beider Vereine dazu, dass sich die auswärtigen Fans weder ernstgenommen fühlen, noch ihr Aufwand gewürdigt wird. Genau dies scheint häufig seitens des Gastgebers nicht gewollt zu sein. Anders ist es nicht zu erklären, warum neben den Mainzern und vielen anderen, unserer Aktion in Hannover wieder einmal eine lange Nase gezeigt wurde.
Nun wollen wir einmal anhand unseres jüngsten Beispiels verdeutlichen, was für Schwierigkeiten eigentlich noch hinter so einer kleinen und feinen Aktion oder großen und spektakulären Choreo stecken.
Vom Verein Hannover 96 bekamen wir einige wenige Tage vor dem Spiel einige Auflagen, die wir nicht erfüllen konnten und wollten. Zum einen sollten alle Materialien (Spruchband, Blockfahne, Fahnen und Pappen) aus B1-Material sein, sprich alle Sachen müssen eine gewisse Brandfestigkeitsklasse aufweisen. Alle Zertifikate sollten den Niedersachsen innerhalb kürzester Zeit zugeschickt werden. Zum annderen sollte man nur Pappen in der Größe DIN-A3 verwenden, was jedoch zu keinem geschlossenen Bild geführt hätte. Für uns bedeutete dies nicht mehr und nicht weniger als die Aktion (welche zu diesem Zeitpunkt zu 80% abgeschlossen war) zu den anderen Aktionen zu legen, welche seit Jahren aus ähnlichen Gründen in irgendwelchen Kellern auf ihren Einsatz warten. Denn trotz Anmeldung Wochen vor dem Kick, gab es ein offizielles Statement von Hannover 96 erst wenige Tage davor. Da Vereine, Fanbetreuung und Polizei sich in der Regel erst in der Woche des Spiels treffen, um den Sicherheitsrahmen für die Partie festzulegen, wurden auch erst zu diesem Zeitpunkt die Spielregeln für die Durchführung der Choreo festgelegt. Es sollte den Beteiligten jedoch klar sein, dass mit der Erarbeitung schon weit vor dieser unsäglichen Sicherheitsbesprechung begonnen wird. Denn keiner von uns beschäftigt sich damit hauptberuflich, sondern geht noch einer normalen Arbeit nach.
Die Frage, warum sich in den Vereinen nicht schon deutlich früher mit einer Anfrage einer Choreo beschäftigt wird ist für manche aktive Fans dabei schon gar nicht mehr allzu relevant, hat die gängige fanunfreundliche Praxis der vergangenen Jahre, vorzugsweise bei Auswärtsspielen, doch schon arg abgestumpft. Fraglich ist aber weiterhin, was von den Fanbetreuungen geleistet wird. Denn über Bedingungen einer Choreo die auswärtigen Fans schon deutlich früher zu informieren, ist halt ein Leichtes. Aufgrund dessen wird vermehrt lieber gleich auf andere alternative optische Akzente gesetzt. Über allem steht noch etwas Grundsätzliches: es werden Details eingefordert, welche die Inhalte einer Choreografie oder eines Spruchbandes offenlegen, sich aber mit dem Verständnis vieler Fans so nicht vereinbaren lässt. Auch ist unverständlich, wie der eine Teil des Vereins (Geschäftsführung, Sicherheitsorgane, etc.) von einem anderen Teil (nämlich den Fans) fordern kann, sich die Erlaubnis für entsprechende Aktionen erst einzuholen. Anschließend entscheiden die Personen dann, was für den Verein annehmbar ist und was nicht. Denn lediglich kurzfristige Auflagen an die Fans weiterzugeben, kann bei weitem nicht das Maß aller Dinge sein.

Die Vereine und ihre Fanbetreuungen stellen sich damit ihr eigenes Armutszeugnis aus!

Wanderers Bremen im Oktober 2015

29. September 2015

Hannover away!

Kategorien: Allgemein

Abfahrt: Samstag 10:18 Uhr | RE | Gleis 7

Alles auf Sieg!

31. August 2015

Das Spiel mit den Fans – Relegation 2.0

Kategorien: Allgemein

Ein Kommentar von Pro Fans Bremen

Auch wenn die neue Saison bereits gestartet ist, möchten trotzdem wir nochmal kritisch auf die diese unsäglichen Wochen Ende Mai – Anfang Juni zurückblicken.

Obwohl die Saison 2014/15 bereits abgeschlossen ist, sind die Ernüchterung und die Frustration zum Saisonende noch nicht vergessen. Wohl kaum ein Fußballfan wird die Relegation emotionslos verfolgt haben.

Karlsruhe, Kiel, Saarbrücken und Offenbach sind nur Beispiele trauriger jüngster Ergebnisse dieser Relegation. So fühlen sich all diejenigen, welche zuvor sportlich erfolgreich waren, am Ende als die großen Verlierer der Saison. Die Gründe dafür sind oft verschieden, die Dramen jedoch erschreckend identisch. Während in den unteren Ligen selbst der Meister der Klasse nicht automatisch aufsteigt, retten sich im Oberhaus, die strukturell meist bedeutend besser aufgestellten Erstligisten, so meist vor ihrem verdienten Abstieg.
Ein weiterer plausibler Grund dafür könnte die mentale Situation sein in der sich Spieler, Vereine, Fans und Umfeld in diesem Moment der „letzten Chance“ wiederfinden. Was sich gegen Ende der Saison hin nicht selten als Nachteil darstellte, entwickelt sich im Moment von „Alles oder nichts“ schnell zum Vorteil. So hat in der Regel der Verein mehr zu verlieren, der Gefahr läuft abzusteigen, als die klassentieferen Vereine bei einem Aufstieg gewinnen könnten. Dies spielt sich auch in den Köpfen der Spieler ab und lässt üblicherweise für eben DIE letzte Chance eine viel größere Leistungsfähigkeit abrufen als üblich, was einen weiteren Wettbewerbsvorteil darstellt.

Am Ende der Saison werden Mannschaften so also um den verdienten Aufstieg gebracht. Während andere Mannschaften, die konstant spielerisch schlechte Leistungen abgeliefert haben, die dem Niveau der Liga nicht gerecht waren, die Klasse unverdient halten. Im Amateurfußball genauso wie in Liga eins, zwei und drei!

Finanzielle Interessen stehen hier offensichtlich im Vordergrund. Die zusätzlichen Spiele bieten der DFL eine Möglichkeit, weitere Einnahmequellen mit TV-Rechten zu erschließen. Durch die künstlich erzeugte Spannung in den Relegationsspielen, wo es für Fans und Vereine um „Alles oder Nichts“ geht, sind hohe Einschaltquoten garantiert. Der Fan, der seine Mannschaft im Stadion unterstützen möchte, wird mit einem „Topspiel-Zuschlag“ auf die Eintrittspreise und weiten Auswärtsfahrten nochmals zur Kasse gebeten.
Eine weitere Ungerechtigkeit stellt die sogenannte Auswärtstorregel dar. Gerade aus Bremer Sicht erinnert man sich ungern an die Relegation der Saison 2013/14. Es gelang dem HSV ohne eines der beiden Spiele gewonnen und in keinster Weise überzeugt zu haben, die Klasse durch ein einziges Auswärtstor zu halten.
Gerade nach der aktuellen Relegation sind sich wohl weitaus mehr Fans einig, dass diese wieder abgeschafft werden muss. Die Mühen einer ganzen Saison sollen sich, insbesondere für einen Meister, wieder auszahlen.

So sagen wir es laut und deutlich: Relegation abschaffen!