14. Mai 2013

Nichtabstieg, Choreo und sch***

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Es ist geschafft! Dank einer aufopferungsvollen Leistung auf dem Platz, aber auch auf den Rängen, können wir kurz vor Ende der Saison den Klassenerhalt bejubeln. Auch wenn dieses Ereignis über allem an diesem wichtigen Tage stand, gab es vor dem Spiel das ein oder andere Ereignis, welches zu bedauern war. Eines davon wollen wir euch nicht vorenthalten.
Nachdem die letzten Wochen hart an einer Ganzkurvenchoreografie zum Hoffenheimspiel gearbeitet wurde, dort der erhoffte Klassenerhalt aber noch nicht perfekt gemacht werden konnte, waren wir motiviert auch zum Spiel gegen die Eintracht unseren möglichen Beitrag zu leisten, Fans und Spieler zusätzlich durch eine größere Aktion im Stehplatzbereich zu puschen.
So fiel für viele der Vatertag ins Wasser und es wurde stattdessen an eben dieser Aktion gebastelt. Als am Freitag noch kleinere Restarbeiten im Stadion durchgeführt wurden, ereilte uns die Nachricht, dass das Banner nicht genehmigt sei.
Nun darf oder sollte man besser wissen, dass aktive Gruppen zumeist ihre Choreographien aus bereits beschriebenen Gründen ausarbeiten. Sie wollen aber ganz sicher sich von Mal zu Mal verbessern und den Sinn, sowie die Effizienz dieser Choreos steigern. So würde eine aufwendige Choreographie doch wenig Sinn machen, wenn nur wenige sie verstehen und die Mannschaft sie „nicht braucht“.
Das dürften seit ewigen Jahren auch die Entscheidungsträger von Verein und Sicherheit wissen. Da bekanntlich aber die Hoffnung zuletzt stirbt, war auch nur sie es, die am Ende dieses Vorspieltages übrig blieb. Wieder einmal!
Die Begründung des Verbots las sich dann auch wie die Bibel der Unwissenheit. Die für die Sicherheit im Stadion verantwortliche Person möchte nicht dafür verantwortlich sein, wenn aufgrund des Banners sich gewaltbereite Personen im Gästebereich auch so verhalten. Bingo!
Gut das uns dies mitgeteilt wurde. Wir waren bis dahin immer der Meinung, dass die Herren aus FFM keine extra Einladung bräuchten.
Blöd nur, dass die Aussage des Banners die positive Stimmung aufgreifen und verstärken sollte und eben nicht dazu dienen sollte, die Gäste zu provozieren.
Denn wer sich in der Geschichte seines Vereins auskennt, wovon wir nun einmal ausgehen, dann weiß man, dass in Verbindung mit der Nachbildung der 1988er Meisterschaftsblockfahne und allerhand anderem Spektakel die Aussage auf rund 60 Metern “ Damals wie heute – Frankfurt leichte Beute “ fußballerisch zu verstehen ist. Vor 25 Jahren nämlich gelang dem Team, dessen Mitglieder erst vor einer Woche vom Verein geehrt wurden, mit einem Sieg gegen Eintracht Frankfurt der große Wurf. Dieser Wurf gelang uns auch nun wieder. Nur eben nicht mit unserer Hilfe.
Es wird sich sicher jeder denken können, dass die Mühen und Kosten, die wir eben nicht gescheut haben, so bitter zu Nichte gemacht werden.
Das dies nicht relevant zu sein scheint, erfuhr man spätestens in dem Moment wo wir feststellten, dass neben dem restlichen Choreomaterial das sich seit der Fertigstellung im Stadion befand und am frühen Samstag morgen dann aufgebaut bzw. in Form des Banners beiseite geschafft werden sollte, eine Lücke klaffte. Dort wo am Donnerstag und Freitag unser Banner gefertigt wurde, lag es nicht mehr. Es wurde entfernt. Ohne Absprache, ohne ein Wort!
Normalerweise nennt man so etwas Diebstahl. Wir nennen es auch so. Nur die elko&Werder Security GmbH nicht. Man wolle ein mögliches Auftauchen des Banners so minimieren. Ich mach mir nun also die Welt wie sie mir gefällt.
Interventionen vor Ort bewirkten lediglich einen erhöhten Blutdruck.

Eine Rechnung wurde direkt im Anschluß erstellt und überreicht.

Wie hing es erst kürzlich in München vom Zaun. „Schöne heile Welt“.
Zumindest das haben beide Vereine gemeinsam.

Wir hören jedenfalls nicht auf zu hoffen, dass sich die eigentlich positiven Entwicklungen zwischen speziell unserer aktiven Gruppe und der Vereinsführung in den letzten Monaten weiter entwickeln. Derartige Zustände jedoch werden wir und das mag wohl auch ein jeder verstehen, weiterhin einfach nicht akzeptieren können.