20. Mai 2010

Pokalfinale 2010

Kategorien: Allgemein, Auswärts, Texte

Das war es nun, das Pokalfinale 2010

Einige Tage brauchten wir, um uns von dem sportlichen Desaster, welches unser Team dort auf dem Platz angerichtet hatte, zu erholen. Etwas niedergeschlagen waren wir auch, aufgrund der Tatsache, dass ein nicht ganz unwesentlicher Teil unserer Choreo nicht geklappt hat. Mit dem Nichtentfalten der Thomas Schaaf Blockfahne im rechten Teil der Kurve entschloss sich das Schicksal uns einen schlechten Streich zu spielen. Welche Faktoren zu dieser bedauerlichen Sache noch führten, versuchen wir gerade heraus zu finden damit beim nächsten Mal alles flutscht.

Dennoch sind wir wieder einmal sehr stolz darauf, was hier von vielen Fans im Vorfeld bei der Ideenfindung, bei der Finanzierung, beim Erarbeiten, Aufbauen um Umsetzen für die Sache Werder Bremen geleistet wurde. Hätte unsere Mannschaft am heutigen Tage das gleiche getan, so wäre der Sieg sicher unser gewesen.

Die Fans in der Kurve verlangtem einem wieder einmal das gesamte Spektrum an Gefallen und Missfallen ab. Vielen war anscheinend trotz hunderter Aushänge und 18000 Flyern mit Beschreibung der Choreo nicht begreiflich zu machen, um was es an diesem Tage für unser aller Verein geht. So überforderte das bloße Lesen dieser, sowie im Anschluss die Fahne schwenken die meisten schon vollends. Viele andere jedoch waren über alle Maße sehr behilflich sowohl vor Ort als auch im Vorfeld.

Ein besonders großes Dankeschön geht daher an alle HelferInnen, SpenderInnen und KäuferInnen des Cupfighters Shirts. Ihr hab verstanden worum es hier geht und ohne Euch wäre die Kurvenshow gar nicht erst zustande gekommen!

So wird uns alle sicher auch in Zukunft beschäftigen müssen dem Verein soweit unseren Unmut über die Kartenverteilung kund zu tun, dass eben nicht immer mehr Einmalfans unser Zusammenhörigkeitsgefühl hier mit Füßen treten.

Bedanken möchten wir uns auch beim DFB, dem Teil des Bremer Ordnungsdienstes, der uns beim Aufbau der Choreo unterstützt hat, und dem Berliner Ordnungsdienst für ihre, zugegeben selbstverständliche, Hilfe.
Diese Selbstverständlichkeit gegenüber aktiven Fans und Fans im allgemeinen ist ja leider heutzutage nicht mehr existent.
Besonderen Dank geht aber auch an Vertreter des Vereins ob es nun die Obrigkeit war welche uns das basteln in den Hallen des Vereins ermöglicht hat oder der Hallenverwalter,Hausmeister und sonstige. Ihr wart Spitze!

Ausdrücklich NICHT Bedanken möchten wir uns beim Fußballgott, dem Wettergott und einigen dümmlichen Möchtegern-Rambo-Ordnern von Elko, die keine Möglichkeit auslassen uns dumm von der Seite anzumachen.

5. Mai 2010

Pyrotechnik ist kein Verbrechen!

Kategorien: Allgemein, Texte

Pyrotechnik… Immer wieder ein heikles Thema und auch innerhalb der Fanszenen durchaus kontrovers diskutiert. So auch bei uns nach z. B. dem Auswärtsauftritt in Saint Etienne vor etwa einem Jahr. Ganz klar und ohne Kompromisse haben wir uns damals gegen das Werfen von Pyrotechnik auf das Spielfeld oder in die Zuschauerränge ausgesprochen. Allerdings nicht gegen den Gebrauch an sich. Das kontrollierte Abbrennen von Bengalen etc. und das damit entstehende Bild in der Kurve ist für uns einfach ein Ausdruck der Fankultur und aus den Stadien dieser Welt nicht wegzudenken. Was in anderen Ländern allerdings reibungslos funktioniert und auch so gerne als „südländische Mentalität“ bezeichnet wird, wird bei uns immer mehr als Randale und Gewaltakt abgestempelt.

So auch in unserem Nachbarland Österreich. Anfang diesen Jahres wurde dort ein neu überarbeitetes Pyrogesetz in Kraft gesetzt. Die Gesetze sowie die Strafen bei Missachtung sind erheblich verschärft worden. Die aktive Fankultur wurde bei dieser Maßnahme allerdings vollkommen außer Acht gelassen, ebenso die Verantwortlichen der Vereine. Das Innenministerium entschied, dass ein zu hohes Gefahrenpotenzial bei pyrotechnischen Aktionen bestehe. Klar ist, dass man ein gewisses Risiko niemals ganz ausschließen kann, allerdings hat sich schon oft genug gezeigt, dass der verantwortungsvolle Einsatz von Pyro völlig ungefährlich ist. Zudem muss Pyrotechnik, vor allem von den Medien, endlich als Ausdruck der Emotionen und nicht als aggressives oder gewaltbereites Verhalten angesehen werden.

Dafür hat sich in Österreich die Kampagne „Pyrotechnik ist kein Verbrechen!“ gegründet, deren Ziel es ist, die Verantwortlichen dazu zu bringen, einen kontrollierten und verantwortungsbewussten Gebrauch von Pyrotechnik zuzulassen und in einem für alle Beteiligten annehmbaren und angemessenen Rahmen zu erlauben. Allerdings sprechen sie sich auch ganz klar dafür aus, dass durch Pyro kein Spielabbruch provoziert wird oder andere Stadionbesucher gefährdet werden, dass heißt kein Werfen in Richtung Spielfeld oder sonst wo. Zudem soll durch Bereitstellen von mit Wasser bzw. Sand gefüllten Behältnissen ein sicheres Abbrennen innerhalb der Fansektoren gewährleistet werden und dadurch auch eine geregelte Entsorgung der abgebrannten heißen Gegenstände gesichert sein.

An dieser Aktion beteiligen sich nahezu alle aktiven Fangruppen in Österreich, zudem viele Gruppen aus dem Ausland, unter anderem auch etliche deutsche Fanszenen. Wenn Ihr euch noch mehr und genauer über diese Aktion informieren möchtet, geht ins Internet und besucht www.pyrotechnik-ist-kein-verbrechen.at

1. Februar 2010

Neues aus Essen: Stadionneubau jetzt!

Kategorien: Allgemein, Texte

Stadionneubau jetzt
Fans des Fußballvereins Rot-Weiss Essen haben durch ein etwa 30 Meter langes Transparent auf Ihre Forderung für ein neues Stadion aufmerksam gemacht. Das Spruchband mit der Aufschrift „Stadionneubau jetzt“ hing am Samstag ab etwa 10 Uhr an der Fußgängerbrücke über der B224 ganz in der Nähe des Folkwangmuseums. Der 55 Millionen Euro teure Neubau wurde zur selben Zeit für den Publikumsverkehr geöffnet, so dass das Transparent von vielen Besuchern wahrgenommen werden konnte.

Vor den Wahlen waren sich noch alle Parteien einig, dass man in Essen unabhängig von der sportlichen Situation des Viertligisten, ein neues Stadion benötige. Nach dem Regierungswechsel in Essen wurden die Stadionpläne jedoch wieder auf Eis gelegt und ein Baustopp bestimmt. „Essen gibt Millionen für Museen und Theater aus, wenn es allerdings um den Stadionneubau geht, dann ist auf einmal kein Geld mehr da!“ sagte ein Sprecher der Ultras Essen, welche sich zu dieser Aktion bekannten.

Weitere Informationen zu dem Thema:

www.dubistrwe.de

www.stadion-essen.de

13. Dezember 2009

Flaschen und Steine

Kategorien: Allgemein, Auswärts, Texte

Bald ist es wieder soweit, das große Nordderby zwischen dem Hamburger SV und unserem geliebten Sportverein steht an. Da es bei den letzten Derbys einige unschöne Zwischenfälle gab, sehen wir uns in der Pflicht Euch Werderfans selbst in die Pflicht zu nehmen und wollen im folgenden Text auf eine miese Problematik aufmerksam machen, die es einzudämmen gilt bevor sie ausartet.

Wo ein Derby ist da sind Emotionen, wo Emotionen sind da passieren Dinge, die evtl. sonst nicht passieren würden. Klar ist, bei Derbys kommt es mehr als sonst zu körperlichen Auseinandersetzungen mit den Fans der anderen Hansestadt. Leider ist in der letzten Zeit, die Form der Auseinandersetzung, dabei in Richtungen zu driften die keiner verantworten und vertreten kann.

Es kommt immer mehr zu Flaschen und Steinwürfen. Zudem werden Böller und Bengalos auf Menschen geworfen. Von diesem Problem kann sich leider auch Bremen nicht gänzlich frei sprechen, auch wenn der aktiven Szene diese Art und Weise fern ist.

Jeder Bremer und auch jeder Hamburger muss wissen, dass wir vor knapp 27 Jahren einen Werderfan durch einen Steinwurf verloren haben. So etwas darf nie wieder passieren!

Niemand hat das Recht ein Menschenleben fahrlässig aufs Spiel zu setzen, indem er einen Stein oder eine Flasche schmeißt!

Unser Appell an alle Beteiligten:

Solltet Ihr in die Situation kommen das es knallt – schmeißt keine Flaschen, schmeißt keine Böller und schmeißt keine Steine! Auch wenn manche Hamburger heute noch singen „Steine, Steine – auf Bremer Schweine“, auch wenn Ihr selbst beworfen werdet, lasst es bleiben!
Sollte es auf unserer Seite zu solchen Vorfällen kommen, sehen wir uns in der Pflicht in das Geschehen einzugreifen. Dies erwarten wir auch von Euch!

In diesem Sinne – auf zum Derbysieg!

Wanderers Bremen & Rolands Erben
Dezember 2009