15. September 2018

Choreos in der Ostkurve

Kategorien: Texte

Moin Werderfans!

Nach langer Durststrecke hat unser Sportverein es endlich wieder geschafft einen ordentlichen Bundesligastart hinzulegen! Die Mannschaft macht Hoffnung auf eine vielversprechende Saison. Ein Blick in die Glaskugel wollen wir aber nicht wagen, sondern vielmehr unseren Teil dazu beitragen, dass es eine erfolgreiche Saison für den Verein wird. Deshalb wollen und müssen wir das Thema „Choreos in der Ostkurve“ nochmals aufgreifen.

Choreografien in den Fankurven dienen dem Support der Mannschaft und des Vereins. Viele dieser Choreos bewirken erstaunliche atmosphärische Spannungen, pushen Spieler und Fans, setzen Glücksgefühle frei, ehren Verstorbene oder lassen einen sehnsuchtsvoll auf Vergangenes zurückblicken. Nicht selten erlangen diese auch überregional oder gar länderübergreifend große Aufmerksamkeit. Die Aufopferungsbereitschaft der aktiven Fans für ihren Verein wird dabei gerne übersehen. Ohne diese Bereitschaft wäre dies alles jedoch nicht möglich und vor allem nichts wert. Künstliche, vom Verein organisierte und erkaufte Choreos setzten keine Emotionen frei, sondern bedienen sich lediglich marktstrategischen Maßnahmen.

In Bremen besteht nun schon seit einigen Jahren das Problem, dass es erhebliche Einschränkungen seitens der Vereinsführung im Bezug auf Choreografien gibt. Nach einem erheblichen Vertrauensverlust im Zuge des Anmeldeprozederes einer Choreografie in Hamburg im November 2016 und in Anbetracht der Tatsache, dass sich in all den Jahren der Diskussion kein Ohr für diese Schieflage fand, waren wir gezwungen mit einem Choreoverzicht unsererseits auf unsere Lage aufmerksam zu machen und somit auch Druck auf die Handelnden auszuüben. Nach nun jedoch fast zwei Jahren müssen wir feststellen, dass es diese immensen Einschränkungen immer noch gibt.

Es ist weiterhin Stand was die Vereinsführung vor vielen Jahren beim Fanbeirat mit den aktiven Gruppen vereinbart haben will. Nämlich das lediglich zwei Choreografien pro Saison mit Sichtbehinderung für die Logen und das Überhängen der Werbung im Oberrang möglich sind. Wir Wanderers wurden aufgrund des nicht unterzeichneten Fankodexes damals vom Fanbeirat ausgeschlossen. Schon damals hatten wir klar zu verstehen gegeben, dass wir für derartige Einschränkungen kein Verständnis haben, es bis heute nicht haben und wir es selbstverständlich auch in Zukunft nicht haben werden.

Was aber tun, wenn sich nichts und niemand bewegt?
Heute weht der Wind in unserem Verein seitens der Führung grundsätzlich mit steifer Brise. Öffentlich werden die “Diskussionsrunden“, wie der Fanbeirat, als Erfolg des Miteinanders verkauft, intern jedoch das eiserne Zepter geschwungen. Statt effektiv Lösungen für vorgebrachte Probleme zu suchen, wird immer wieder gebetsmühlenartig um Verständnis gebeten oder auf Einhaltung abgeschlossener Verträge verwiesen.

Dabei ist es so simpel was wir Fans brauchen, um als Teil des Vereins diesen wieder in höhere Sphären zu pushen: Freiraum! Choreos a la Thomas Schaaf, Triumphjubiläen, Derbyaktionen, Gedenkaktionen etc. Ohne unmögliche Auflagen, ohne Einschränkungen, ohne Klimbim!

Nach jüngstem Zusammenkommen wurde nun zum wiederholten Male versichert, man sollte doch einfach mal machen, dann würde man schon sehen, dass es keine Probleme mit der dritten, vierten, etc. Choreo über die Logen geben würde. Diesen Ball nehmen wir jetzt mit zusammengebissenen Zähnen auf. Auch wenn uns diese Worte nicht neu sind und die Vergangenheit uns bereits das Gegenteil gelehrt hat, wollen wir herausfinden, ob Worten hier nun auch Taten folgen. Aus diesem Grund wollen wir schon beim Spiel gegen den Clubb am Sonntag eine von mehreren einfachen Choreos durchführen. Nach zwei vergangenen tristen Jahren bleibt zu hoffen, dass auch andere endlich aufwachen und ebenfalls ihren Beitrag leisten damit wir in Bremen wieder voran kommen!

Wanderers Bremen

21. Februar 2018

Nein zu Montagsspielen!

Kategorien: Texte

Moin Werderfans,

endlich ist es wieder soweit: Derbytime! Von jedem Einzelnen in und um unseren glorreichen Sportverein können wir auch dieses Mal wieder totale Hingabe erwarten. Sowohl auf dem Platz, als auch auf den Rängen! Der 3er muss her und wir wollen endlich wieder zeigen, dass es nur einen Derbysieger im hohen Norden geben kann. Nämlich Grün-weiß!

Wo das geklärt wäre, kommen wir auch schon zum unangenehmen Teil des kommenden Spieltags: Neben den „normalen“ Freitags-, Samstags- und Sonntagsspielen in der Bundesliga, findet die Begegnung zwischen Borussia Dortmund und dem FC Augsburg am Montagabend statt. War die Zerstückelung des altehrwürdigen Spieltages „Samstag 15:30 Uhr“ in den Jahren noch geprägt von gänzlich fehlenden Erklärungsversuchen gegenüber den Fans, wollte man es dieses Mal wenigstens mit der Entlastung der international spielenden Vereine rechtfertigen. Hat bekanntlich nicht geklappt! So wurde unser Montagsspiel gegen den 1.FC Köln bspw. erst nach (!) dessen Ausscheiden aus der Europa League auf Montag terminiert. Die Leidtragenden dieser Farce sind natürlich wieder einmal wir, die aktiven Stadiongänger, wohingegen die Vereine selbst und nicht zuletzt die DFL davon finanziell profitieren!

In Bremen sind wir mit dem Spiel gegen den 1.FC Köln nun bereits zum zweiten Mal von einem Montagsspiel betroffen. Wohl kein Zufall, dass es wie damals gegen den VfB Stuttgart wieder ein sehr wichtiges Spiel um den Erhalt der Klasse ist. Für uns wird deutlich, dass die DFL hier versucht, mehrere Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Denn da, wo es sportlich um die Wurst geht, da lassen die Fans deutlich mehr über sich ergehen, als bei einem beliebigen anderen Spiel.

Für uns ist diese weitere Spieltagszerstückelung und vor allem die Einführung eines weiteren Bundesligaspieltages unter der Woche nicht hinnehmbar. Die Grenze der Belastbarkeit für den aktiven Stadiongänger ist spätestens mit der Einführung der Montagsspiele gänzlich überschritten. Wir alle sind es, die zu der einmaligen Stimmung in den deutschen Stadien beitragen. Auch durch uns kann die DFL ihr „Hochglanzprodukt Bundesliga“ so gut vermarkten. Daher können wir auch erwarten, dass die Interessen der Fans erhört werden. Wir persönlich werden, wie auch andere Bremer Gruppen, unsere Ablehnung der Montagsspiele dadurch unterstreichen, wiederholt NICHT zu einem stimmungsvollen Spieltag beizutragen. Wer das Spiel der Eintracht aus Frankfurt gegen RB Leipzig verfolgt hat und auch die in den nächsten Wochen angesetzten Montagsspiele verfolgt, wird feststellen, dass wir in Bremen mit unserem Protest keinesfalls alleine dastehen. Daher rufen wir jeden Werderfan auf: Schließt euch unserem Protest an!

Abschließend ist uns wichtig zu sagen, dass diese Entscheidung für uns ein notwendiges Übel darstellt und kein leichtfertiger Entzug der so wichtigen Unterstützung ist. Die Mannschaft wird im Vorfeld des Spiels über dieses Thema informiert, da sie bekanntlich am wenigsten dafür kann. Anders sieht es bei der Geschäftsführung unseres Vereins aus. Diese kann sich nicht der Verantwortung entziehen, die Montagsspiele zumindest toleriert zu haben. Zudem ist Klaus Filbry Teil des DFL Präsidiums. Hier erwarten wir Fans in Zukunft ein klares Bekenntnis gegen die Montagsspiele und die weitere Spieltagszerstückelung!

Wanderers Bremen

22. Dezember 2017

Zeit für Veränderungen – Stellungnahme der Fanszenen Deutschlands

Kategorien: Allgemein, Texte

Das Jahr 2017 neigt sich dem Ende entgegen. Eine Zeit geprägt von besonderen Protesten und Ereignissen von der 1. bis zur 5. Liga. Die Proteste richteten sich in erster Linie gegen die sich zuspitzende Entfremdung der Verbände, allen voran DFB und DFL, von der Basis des Fußballs – uns Fans. Betrachtet man die sechs Aktionsspieltage in ihrer Themenbreite und Geschlossenheit, wird jedem, der sich nur ein bisschen mit Fußball beschäftigt und regelmäßig Spiele seines Vereines live verfolgt, bewusst: wir befinden uns in einer Phase der Veränderung.

Der Fußball in Deutschland mit seiner einzigartigen Fanlandschaft, seinen unzähligen Fanszenen und seinen „immer vollen“ Stadien, steht an einer roten Linie.

Die Fans haben den Fußball in Deutschland zu dem gemacht für was er heute bekannt ist und welchen Namen er auf der ganzen Welt besitzt. Im Gegenzug gibt es leider unzählige Beispiele dafür, was den Fans in den letzten Jahren als Rucksack mitgegeben wurde, nur damit die Spirale des Profits immer weiter nach oben gedreht werden konnte. Die Aktionsspieltage seit dem 18.08.2017 haben klar gezeigt, dass nicht nur die Ultras oder „Hardliner“ die Nase voll davon haben, Jahr für Jahr neue Schikanen ertragen zu müssen, nur um ihren Verein zu den Spielen begleiten zu können.

Nicht erst seit dem Standpunktgespräch beim DFB am 09.11.2017 in Frankfurt ist uns bewusst, dass man den Fußball wohl nicht von heute auf morgen allumfassend verändern wird. Wir sehen uns aber weiterhin in der Pflicht dafür zu kämpfen, dass die genannte „rote Linie“ nicht überschritten wird. Im Anschluss an das Gespräch haben wir daher Positionspapiere zu den drängendsten Problemen erarbeitet, die wiedergeben, was kurz- bis mittelfristig verändert werden muss.

Diese Papiere haben wir den handelnden Personen des DFB und der DFL als Aufforderung mitgegeben und möchten sie nun auch Euch nicht vorenthalten:

1. Kommerzialisierung

2. Stadionverbote

3. Sportgerichtsbarkeit

4. Fanrechte

5. Anstosszeiten

Die nächsten Wochen werden zeigen, wie ernst wirklich eine Veränderung angestrebt wird und ob tatsächlich ein Umdenken stattfindet. Wir sind hochmotiviert, ausdauernd und haben noch so einige Ideen in petto. Wir sehen, hören, riechen, fühlen uns im Jahr 2018!

Die Fanszenen Deutschlands

20. September 2017

10 Jahre Wanderers Bremen Choreo

Kategorien: Texte, Wanderers

Hallo Freunde, Wegbegleiter und Leidensgenossen!

Der vergangene Samstag war für uns, genau wie das Auswärtsspiel in Berlin, ein besonderer Tag. Wir haben es doch tatsächlich als Gruppe geschafft nunmehr 10 Jahre zu bestehen.

Gar nicht so einfach wenn man bedenkt, dass die aktiven Fanszenen in weiten Teilen des Landes mittlerweile nur noch als Gewalttäter oder als „Taliban des Fußballs“ dargestellt werden. Dass dies so ist, haben wir unter anderem unseren selbstgerechten Funktionärsbanden, der auflagengeilen Boulevard-Presse, der immer nach Rechtfertigung suchenden Staatsmacht, von eigenen Fehlern ablenkenden Politikern und den Verantwortlichen in den Vereinen, welche sich leider zu häufig dem Markt verpflichtet fühlen, zu verdanken.

In der Zeit seit unserer Gründung standen für uns neben einigen schmerzhaften Momenten eben auch viele Gänsehautmomente auf dem Programm. So verband beispielsweise das UEFA Cup Finale in Istanbul beide Extreme. Auch die Abschieds-Choreo für Thomas Schaaf, bei der das gesamte Stadion miteinbezogen wurde, beinhaltete beides. Das 100. Derby hingegen oder auch kleinere Aktionen, wie z.B. die Ehrung der 1965er Meistermannschaft, standen ausschließlich in positivem Licht. Ein Augenmerk haben wir auch immer wieder auf optische Aktionen im Stadion gelegt, die sich mit dem Erhalt der Fankultur im Allgemeinen oder anderen Aspekten, wie z.B. der Abschaffung der Relegation oder auch dem Erhalt des Stadionnamens, beschäftigten.

Nach nunmehr 10 Jahren wollten wir dann auch einmal uns selbst feiern. Bei reiner Selbstbeweihräucherung wollten wir es bei der Choreographie am Samstag allerdings nicht belassen. Denn für einige unserer Mitglieder begann der Weg innerhalb der organisierten Bremer Fanszene nicht erst 2007, sondern schon im Jahr 1997 mit der Gründung der Eastside. Die Eastside Bremen bestand bis 2005 und war Vorreiter für alle heute existierenden Gruppen in der Bremer Ultraszene und zudem eine der ersten ihrer Art in Deutschland. Daher war es für uns selbstverständlich nicht nur unser 10-jähriges Bestehen zu feiern, sondern auch das 20-jährige Jubiläum der Bremer Ultraszene in unsere Choreo mit aufzunehmen. Und wer sich mit unserer Historie auskennt, wird ebenfalls wissen, dass wir aus der mittlerweile nicht mehr existenten Ultragruppe Racaille Verte hervorgingen. Eastside Bremen – Racaille Verte – Wanderers Bremen. Das ist unsere Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zugleich. Die nächsten zehn Jahre kommen nun auf uns zu, in denen wir weiter ein verlässlicher Partner der Bremer Fanszene sein und uns kritisch mit dem Verein und fanrelevanten Themen auseinandersetzen wollen. Das ist unser Anspruch und daran messen wir uns.

Apropros Zukunft. Die optische Unterstützung der Mannschaft mit Hilfe von Choreographien ist ein wesentlicher Teil unserer Fankultur. Leider müssen wir seit langem mit einigen Einschränkungen im heimischen Weserstadion leben, die die Unterstützung der Mannschaft und die Huldigung unseres Vereins bis auf weiteres erschweren bis unmöglich machen. Dieser Umstand und ein Vertrauensverlust gegenüber Vereinsmitarbeitern ließen uns vor knapp einem Jahr zu dem Entschluss kommen, auf unbestimmte Zeit keine Choreos zu erarbeiten, die der Verein zu Marketingzwecken verwenden könnte. Bei der Choreo am vergangenen Samstag gingen wir davon aus, dass der Nutzen für Marketingzwecke nicht gegeben ist und es folglich keinen Zuspruch in der Marketingabteilung findet. Deswegen hatten wir uns die Freiheit genommen, eben doch diese eine, für uns persönlich wichtige, Choreographie durchzuführen.

Wie es bei diesem Thema insgesamt weiter geht, wissen wir momentan leider nicht. Unsere Vereinsvertreter bewegen sich bis heute keinen Zentimeter. Beim Fanbeirat wird man zu diesem Thema weitestgehend vertröstet. Einmal sind die sich beschwerenden Logenbesitzer die Sündenböcke, dann wieder der Werbepartner VW.

Aktuell findet man in Bremen eine vor Jahren getroffene Regelung vor, welche vorsieht, pro Saison lediglich zwei Choreographien über die Logen machen zu können. Diese Regelung wurde beim Fanbeirat vor Jahren getroffen. Ein Witz in vielerlei Hinsicht. Zum einen wurden wir damals von dieser Runde ausgeschlossen, weil wir es nicht als unsere Verpflichtung gesehen haben, einen Vertrag, von Verantwortlichen des Vereins aufgesetzt, als Maßstab für weitere Zusammenarbeit zu unterschreiben. Zum anderen bedarf es keiner weiteren Erklärung, um zu verstehen, dass dies nicht nur aus unserer Sicht eine absolute Frechheit und ein Schlag ins Gesicht jeder freien Fanszene darstellt, die ihre Liebe zu Stadt und Verein hierbei auf kreative Art und Weise umsetzen möchte.
Wären wir damals anwesend gewesen, hätten wir ganz sicher nicht dieser absurden Regelung zugestimmt. Für uns stellt diese Regelung einen massiven Einschnitt in die Grundwerte der Fankultur dar!

Da bedauerlicherweise nicht alle der damals anwesenden Personen und Gruppen beim Fanbeirat einen höheren Anspruch an optischer Unterstützung gehabt hatten und wir nun seit langem auf die Unhaltbarkeit dieser Zustände hinweisen, kann die Ausrede der damaligen Vereinbarung beim besten Willen nicht mehr als Grund herbeigezogen werden. In der Praxis sieht es zwar so aus, dass man zur Not einmal ein Auge zudrückt, aber auch nur dann, wenn die dritte Aktion über die Logen dann auch eine ist, die den Verantwortlichen genehm ist. Einen verdienten Spieler verabschieden – bitte schön. Die Abschaffung der Relegation fordern – nein danke.
Wir selber haben uns in der Vergangenheit immer als verlässlich und kompromissbereit gezeigt und verstehen nicht, wie man so mit uns umgehen kann. Wir haben Verständnis, wenn bestehende Verträge oder andere Notwendigkeiten finanzieller Art bedient werden müssen. Nur sind hier Fehler gemacht worden, die nicht wir zu verantworten haben. In Sponsoring Verträgen oder bei Logenvermietungen gehört einfach darauf hingewiesen, dass in Fankurven beispielsweise mit Sichteinschränkungen durchaus zu rechnen ist, eben weil hier eine wünschenswert lebendige Kultur agiert. Alles andere ist ein Versagen, unter dem weder wir noch andere Fans leiden dürfen!

Andere Vereine zeigen, dass es durchaus auch anders geht. Dort spielen Umfang und Vielzahl von Aktionen keine Rolle. Mancherorts arbeitet man gar mit Stadionregie und anderen spieltagsrelevanten Bereichen zusammen. Auch die Problematiken der Zaunfahnenplätze kennen wir hier in Bremen recht gut, weshalb wir diese in diesem Zusammenhang mit einfließen lassen. So wurden wir beim Umbau der Ostkurve ordentlich hintergangen. Nicht nur, dass man in eine Fankurve keine Logen zieht und diese dadurch zerschneidet. So sollte das Versprechen, dass dies nicht zum Nachteil der Fans in der Kurve sein wird, schnell wieder vergessen werden, als die Besucher eben besagter Logen das Einlaufen der Mannschaften nicht sehen konnten oder die Werbung für einige Minuten nicht sichtbar war. Aus letzterem Grund wurden auch die zugesagten Fanclubfahnenplätze im Oberrang schnell wieder ad acta gelegt. Heute möchte man darüber am liebsten gar nicht mehr reden. Man wolle die Zukunft mit der Vergangenheit nicht beschweren. Das kann Sinn machen. Aber auch nur, wenn man auf einen Kurswechsel setzen würde, anstatt lediglich Gesichter auszutauschen.

Seit zwei Jahrzenten erfahren wir ein ständiges Ungleichgewicht und Ungerechtigkeiten, welche uns auch in Zukunft alles abverlangen, für sämtliche Freiheiten in der Kurve einzustehen und zu kämpfen!

Wanderers Bremen im September 2017