11. April 2013

ViaNOgo!

Kategorien: Spruchbänder, Texte

„Legaler Ticket-Schwarzmarkt? ViaNogo“

Dieses Spruchband präsentierten wir am vergangenen Spieltag gegen den FC Schalke 04. Wir wollen damit unsere Kritik an Viagogo äußern, wo Tickets für Bundesligaspiele, Konzerte, etc. sehr teuer vertrieben werden. So werden für Ostkurven Stehplätze teilweise 25 € und mehr verlangt.

In den letzten Jahren versuchte Werder den Schwarzmarkt in Bremen einzudämmen, zum Beispiel durch die Einführung der Plastikdauerkarte oder die Nachverfolgung von Ebayhändlern. Doch nun scheint Werder diese Machenschaften im Tickethandel zu dulden, obwohl aus einem Auszug aus den Ticket-AGBs von Werder klar hervorgeht:

9. Weitergabe von Tickets
„… zur Unterbindung des Weiterverkaufs von Tickets zu überhöhten Preisen, insbesondere zur Aufrechterhaltung der von Werder Bremen auch unter Berücksichtigung von Fanbelangen und sozialen Aspekten entwickelten Preisstruktur, liegt es im Interesse von Werder Bremen und der Stadionsicherheit, die Veräußerung und Weitergabe von Tickets einzuschränken. Die kommerzielle und gewerbliche Veräußerung
und Weitergabe von Tickets bleibt allein Werder Bremen und den von ihm autorisierten Stellen vorbehalten. Im Falle der persönlichen Verhinderung des Ticketinhabers dürfen Tickets ausnahmsweise unter Beachtung der nachstehenden Regelungen weitergegeben werden.
Dem Inhaber eines Tickets ist es insbesondere untersagt:
– das Ticket ohne vorherige schriftliche Zustimmung von Werder Bremen gewerblich und/oder kommerziell zu veräußern;
– das Ticket im Falle der privaten Weitergabe zu einem höheren Preis als den, der auf dem Ticket angegeben ist, zu veräußern (Bei
einem Ticket aus einer Dauerkarte ergibt sich der maßgebende Preis durch
die Division des Gesamtpreises der Dauerkarte durch die Anzahl der Heimspiele pro Saison); ein Aufschlag von über 15% zum Ausgleich tatsächlich entstandener Transaktionskosten ist unzulässig; …“

Die hohen Preise, zu denen die Tickets angeboten werden, sind sicherlich das eine Problem. Das andere ist, dass dadurch vielen sozial schwächer gestellten Zuschauern die Möglichkeit genommen wird, über den jeweiligen Verein an Bundesligakarten ihrer Mannschaft zu kommen. Besonders ins Gewicht fällt dies natürlich bei Spielen mit sehr hoher Ticketnachfrage, wie zum Beispiel „Top-Spiele“ oder „Derbys“.

Wir fordern unseren Verein dazu auf, diesen Handel ab sofort zu unterbinden und gegen diese Internetplattform rechtlich vorzugehen.

Wir möchten, wie es viele andere Fan-/Ultragruppen auch schon getan haben, ein Zeichen gegen diesen legalen Ticket-Schwarzmarkt setzen – ViaNOgo!

8. März 2013

Für immer Weserstadion!

Kategorien: Spruchbänder, Texte

Bei unseren letzten beiden Heimspielen wollten wir wieder einmal, auf das für uns sehr wichtige Thema „Stadionnamen“ aufmerksam machen. Dazu präsentierten wir vor zwei Wochen beim Heimspiel gegen den SC Freiburg das Spruchband: „Pro-Max-Morlock-Stadion! – Für immer Weserstadion“ Einerseits sollte das Spruchband solidarisch der Nürnberger Fanszene gegenüber sein, die sich seit Jahren für eine Umbenennung des Stadions in „Max-Morlock-Stadion“ stark machen, jedoch wieder einen Rückschlag erleiden mussten, indem der 1. FC Nürnberg die Namensrechte für die nächsten Jahre verkauft hat. Andererseits wollen wir klarstellen, dass unsere Verantwortlichen auch trotz des sportlichen Misserfolgs gar nicht darüber nachdenken sollen, die Rechte des Stadionnamen an eine Firma zu verkaufen.
Am letzten Wochenende präsentierten wir das Spruchband: „Weser-stadion? -> Weserstadion!“. Im Laufe der Jahre gab es diese zwei Variationen der Schreibweise unseres Stadions. Aus unserer Sicht heißt es ganz klar Weserstadion! Zum einen, weil wir befürchten, dass das Weser durch den Bindestrich schnell durch einen Sponsor ersetzt werden kann, wie z. B. „XY-Stadion“. Zum anderen, weil es ein Eigenname ist, der nicht einfach durch einen Bindestrich getrennt werden darf.

12. Februar 2013

Spruchbanderläuterung

Kategorien: Spruchbänder, Texte
05

Beim Heimspiel gegen Hannover gab es in der Ostkurve von uns ein Spruchband zu lesen, in dem es um die Einschnitte der Fanutensilien im Gästeblock ging. Was hatte es damit auf sich ?

Im Vorfeld wurde das Spiel vom DFB als “Spiel mit erhöhtem Risiko“ eingestuft. Daraufhin haben sich die beiden Vereine und Sicherheitsorgane darauf geeinigt große Fahnen, Spruchbänder und sogar die Fanclub und Gruppenbanner an diesem Freitag im Bremer Weserstadion nicht zu erlauben. Diese starken Einschränkungen für die Fans aus Hannover, welche sich weder im Vorjahr, noch aktuell im Weserstadion negativ hervor getan haben, können und wollen wir nicht akzeptieren.

Eine grobe Unsportlichkeit und völlig inaktzeptabel, wie wir finden.

Da sich der Grund hierfür, uns bis dato nicht erschließt, bitten wir nun unsere Vereinsführung um Aufklärung.

3. Mai 2012

Weserstadion – Stadionnamen erhalten!

Kategorien: Texte

Mit dem folgenden Text möchten wir Euch näher erläutern, warum es uns als Werderfans so wichtig ist, dass der Name „Weserstadion“ erhalten bleibt:

Seit Generationen pilgern Werderfans ins Weserstadion, benannt nach dem Fluss, der unsere Stadt prägt. Die Gründe hierfür sind ganz individuell und verschieden. Sportliches Interesse, freundschaftliche Bindungen, emotionales Ventil etc. Eines jedoch verbindet die meisten: Die Identifikation mit dem Verein!

Durch den Namen „Weserstadion“ wird eine Identifikation der Bremer mit ihrem Sportverein geschaffen. Dies soll auch weiterhin gegeben sein können. Solche Identifikationswerte sind ein wesentlicher Teil der Fußballvereine gegenüber ihren Fans und Spielern. Die Fans bleiben ihrem Verein in guten sowie schlechten Zeiten ein Leben lang treu. Aber woran machen Fans ihren Verein fest? Fußballvereine haben nur wenige Merkmale, die sich ihnen klar zuordnen lassen und von den vielen anderen unterscheiden. Dazu gehören unter anderem der Vereinsname, die Stadt, die Vereinsfarben, ihre Struktur und nicht zuletzt das Stadion und dessen Standort. Das Stadion und dessen Name sind somit ein wichtiger Teil der Identität vom SV Werder Bremen und der Stadt Bremen. Daher darf dieses Merkmal nicht einfach verschwinden, indem das Stadion umbenannt wird und somit nicht mehr sofort dem SV Werder Bremen zuzuordnen wäre. Wenn auch noch andere Identifikationsmerkmale fahrlässig verändert werden würden, dann ist es nicht mehr der Sportverein, mit dem man sich so gut identifizieren konnte und man würde ihn kaum noch wiedererkennen. Das Weserstadion beweist, dass erfolgreicher Sport und hanseatische Bodenständigkeit sich nicht gegenseitig ausschließen, es repräsentiert die Verbundenheit des Vereins mit seiner Stadt, dessen Wahrzeichen nicht einfach durch Fremdeinwirkung umbenannt werden kann. Deshalb wollen wir alles daran setzen, den Stadionnamen zu erhalten!

Selbstverständlich verändern sich der Sport und alles um ihn herum. So verändert sich auch der Verein im Laufe der Jahre. In jüngster Vergangenheit wurde beispielsweise das Stadion aus- und umgebaut. Hierbei haben wir den Erhalt der Flutlichtmasten und den Standort des Weserstadions begrüßen dürfen. Aufgrund rapide gestiegener Stahlpreise wurde ein ohnehin absurder Gedanke des kompletten Neubaus andernorts verworfen. Doch nicht alle Veränderungen sind immer die beste Lösung und so stehen wir dem Namenssponsoring sehr kritisch gegenüber und dies nicht nur aus einem möglicherweise übertrieben wirkenden Traditionsbewusstsein heraus, sondern weil wir seit Jahrzehnten den Namen Weserstadion mit dem Verein und der Stadt Bremen verbinden und im Herzen tragen.

Aus wirtschaftlicher Sicht ist ein Verkauf des Stadionnamens, weder jetzt noch sonst wann, zwingend notwendig und muss auch keineswegs einen Vorteil darstellen. So kann sich der SV Werder Bremen gerade durch den Nichtverkauf des Stadionnamens oder der Tribünennamen von vielen anderen Vereinen der Bundesliga positiv abheben. So stehen die Fans beispielsweise weiterhin in der Ostkurve und nicht in der „Kraftkurve“ oder ähnlichem. Abseits der Vereine mit verkauftem Stadionnamen kann sich Werder als Verein etablieren, der eben nicht dazu bereit ist, alles zu verkaufen, nur um kurzfristig vom schnellen Geld profitieren zu wollen und den Fans weiss machen zu wollen davon würde der sportliche Erfolg abhängen. Der Name „Weserstadion“ kann viel mehr in den Fokus von Werbemaßnamen und dem Merchandise gerückt werden, mit denen sich die Werderfans gerne und über Generationen hinweg identifizieren.

Das Aufrechterhalten der oben genannten Vereinsmerkmale, von denen ein Teil der Erhalt des Stadionnamens ist, kann auch in Zukunft viele Sympathien von Fans einbringen und diese ein Leben lang an ihren Verein binden. Dieser Vorteil geht jedoch bei einer Namensänderung und dem daraus resultierenden Identitätsverlust verloren, wenn aus dem Weserstadion z. B. InBev-Stadion oder swb-Arena wird. Hinzu kommt, dass mit der ersten Namensänderung weitere und immer absurdere Namensänderungen wahrscheinlicher werden. Beispiele dafür finden sich heute schon zu Hauf in den Ligen.

Bis dato erkannten dies augenscheinlich auch unsere Vereinsverantwortlichen. So entwickelte sich in den letzten Jahren eine andere Strategie. Wie Manfred Müller vor einiger Zeit schon erkannte, sei ein Verkauf dieses Identifikationspunktes an den Höchstbietensten nicht sinnvoll. Gegenüber der Presse erwähnte Manfred Müller jedoch, dass der Name des Stadions nur verkauft werde, wenn es unbedingt nötig ist. (Quelle: www.pro-weserstadion.de).

Fraglich dürfte bleiben, wann der Verkauf des Stadionnamens für Manfred Müller „unbedingt notwendig“ ist. Denn einen wichtigen Identifikationsfaktor zu verkaufen, kann und darf aus unserer Sicht niemals „unbedingt notwendig“ sein. Nicht zuletzt deswegen nicht, da mit dem erbrachten Erlös evt. sportliche Talfahrten nicht zwingend stoppen und Erfolge diesbezüglich nicht zwingend kaufen lassen.

Ebenfalls erklärte sich Klaus Filbry in einem Interview wie folgt: „Sollte uns irgendwann jemand ein exorbitantes Angebot für den Kauf des Stadionnamens vorlegen, dann müssen wir Vor- und Nachteile abwägen, prüfen, ob der Name zu Werder Bremen passt. Und wir müssen einen Dialog mit den Fans führen, um zu erfahren, ob sie bereit sind, diesen Weg mitzugehen.“ (Quelle: www.werder.de/de/aktuell/werder-magazin/08358.php)

Gerade solche Aussagen lassen befürchten, dass der Status-Quo nicht ewig erhalten bleibt und, wenn das richtige Angebot vorhanden wäre, über den Verkauf des Stadionnamens spätestens dann wieder intensiv nachgedacht wird, sollten aufgrund ausbleibenden sportlichen Erfolges, Einnahmen ausbleiben.

Aus unseren Erläuterungen heraus müssen wir Klaus Filbry widersprechen, dass wir aus den bereits genannten Gründen nicht bereit sind „diesen Weg mitzugehen“ und uns stattdessen für den Erhalt des Stadionnamens einsetzen.

Daher wollen wir Euch daran erinnern, was uns allen wichtig ist. Es gilt, die Identifikationsmerkmale unseres Vereins zu erhalten. Diese Verantwortung wollen und dürfen wir aber nicht alleine an unsere Vereinsführung abgegeben. Es ist an uns Fans, der Vereinführung deutlich zu machen, dass diese Merkmale zu schützen sind und finanziellen Interessen nicht widersprechen. Ganz im Gegenteil!

Deswegen heißt es ganz klar: Weserstadion bleibt!

 

Nachtrag:

Wir danken der Faninitiative Weserstadion für die üppige Spende zur Realisierung der Aktion!

Wir danken der Faninitiative Weserstadion für die üppige Spende zur Realisierung der Aktion!

Wir danken der Faninitiative Weserstadion für die üppige Spende zur Realisierung der Aktion!