21. Februar 2018

Nein zu Montagsspielen!

Kategorien: Texte

Moin Werderfans,

endlich ist es wieder soweit: Derbytime! Von jedem Einzelnen in und um unseren glorreichen Sportverein können wir auch dieses Mal wieder totale Hingabe erwarten. Sowohl auf dem Platz, als auch auf den Rängen! Der 3er muss her und wir wollen endlich wieder zeigen, dass es nur einen Derbysieger im hohen Norden geben kann. Nämlich Grün-weiß!

Wo das geklärt wäre, kommen wir auch schon zum unangenehmen Teil des kommenden Spieltags: Neben den „normalen“ Freitags-, Samstags- und Sonntagsspielen in der Bundesliga, findet die Begegnung zwischen Borussia Dortmund und dem FC Augsburg am Montagabend statt. War die Zerstückelung des altehrwürdigen Spieltages „Samstag 15:30 Uhr“ in den Jahren noch geprägt von gänzlich fehlenden Erklärungsversuchen gegenüber den Fans, wollte man es dieses Mal wenigstens mit der Entlastung der international spielenden Vereine rechtfertigen. Hat bekanntlich nicht geklappt! So wurde unser Montagsspiel gegen den 1.FC Köln bspw. erst nach (!) dessen Ausscheiden aus der Europa League auf Montag terminiert. Die Leidtragenden dieser Farce sind natürlich wieder einmal wir, die aktiven Stadiongänger, wohingegen die Vereine selbst und nicht zuletzt die DFL davon finanziell profitieren!

In Bremen sind wir mit dem Spiel gegen den 1.FC Köln nun bereits zum zweiten Mal von einem Montagsspiel betroffen. Wohl kein Zufall, dass es wie damals gegen den VfB Stuttgart wieder ein sehr wichtiges Spiel um den Erhalt der Klasse ist. Für uns wird deutlich, dass die DFL hier versucht, mehrere Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Denn da, wo es sportlich um die Wurst geht, da lassen die Fans deutlich mehr über sich ergehen, als bei einem beliebigen anderen Spiel.

Für uns ist diese weitere Spieltagszerstückelung und vor allem die Einführung eines weiteren Bundesligaspieltages unter der Woche nicht hinnehmbar. Die Grenze der Belastbarkeit für den aktiven Stadiongänger ist spätestens mit der Einführung der Montagsspiele gänzlich überschritten. Wir alle sind es, die zu der einmaligen Stimmung in den deutschen Stadien beitragen. Auch durch uns kann die DFL ihr „Hochglanzprodukt Bundesliga“ so gut vermarkten. Daher können wir auch erwarten, dass die Interessen der Fans erhört werden. Wir persönlich werden, wie auch andere Bremer Gruppen, unsere Ablehnung der Montagsspiele dadurch unterstreichen, wiederholt NICHT zu einem stimmungsvollen Spieltag beizutragen. Wer das Spiel der Eintracht aus Frankfurt gegen RB Leipzig verfolgt hat und auch die in den nächsten Wochen angesetzten Montagsspiele verfolgt, wird feststellen, dass wir in Bremen mit unserem Protest keinesfalls alleine dastehen. Daher rufen wir jeden Werderfan auf: Schließt euch unserem Protest an!

Abschließend ist uns wichtig zu sagen, dass diese Entscheidung für uns ein notwendiges Übel darstellt und kein leichtfertiger Entzug der so wichtigen Unterstützung ist. Die Mannschaft wird im Vorfeld des Spiels über dieses Thema informiert, da sie bekanntlich am wenigsten dafür kann. Anders sieht es bei der Geschäftsführung unseres Vereins aus. Diese kann sich nicht der Verantwortung entziehen, die Montagsspiele zumindest toleriert zu haben. Zudem ist Klaus Filbry Teil des DFL Präsidiums. Hier erwarten wir Fans in Zukunft ein klares Bekenntnis gegen die Montagsspiele und die weitere Spieltagszerstückelung!

Wanderers Bremen