3. November 2016

Gästeblockmaße

Kategorien: Allgemein, Wanderers

Wir haben für den Gästebereich des Weserstadions die Blockmaßen aktualisiert und vervollständigt. Unter der Rubrik „Gästeblock“ könnt ihr nun wieder die genauen Maße abrufen. Dadurch wollen wir unseren Beitrag zu einem bunten Gästeblock leisten.

20. Oktober 2016

Ist das noch unser Sport?

Kategorien: Allgemein, Texte

Das aktuelle Fußballgeschäft ähnelt mittlerweile einer skrupellosen, geldhungrigen Bestie, deren Hunger nach Geld unstillbar scheint. Dabei werden nicht nur Fans, also eben jene, die diesen Sport am Leben erhalten, lediglich als Einnahmequelle gesehen und ansonsten weitestgehend ignoriert. Die Fußballwelt ist verrückt geworden. Dabei sind unvorstellbar große Ablösesummen von Spielern nur die Spitze des Eisberges. Der teuerste Spieler der Welt wurde zur aktuellen Saison für 105 Mio. Euro transferiert. Die „offizielle“ Ablösesumme von einem der Topspieler der Welt beträgt 1 Mrd. Euro. Millionen bei so einem „Deal“ verdienen neuerdings dubiose Spielervermittler.

Beim Thema Geldgier übersteigt die FIFA nicht nur die Vorstellung des „normalen“ Fußballfans, sie ist mit einer Unbändigkeit der Korruption eine Maschinerie der Unmenschlichkeit geworden. Nicht erst seit der Verlosung der WM 2022 an Katar. Versprechungen von Aufschwung und Nachhaltigkeit verpuffen in lächerliche Phrasen, schaut man heute bspw. nach Südafrika. In Katar ist die Ausbeutung von Menschen in Bezug auf die Errichtung von „Upperclass“-Stadien nach westlichen Standards ein Problem, das die FIFA wohl am liebsten totgeschwiegen hätte. Moderner Fußball schafft moderne Sklaverei und verschließt davor nicht nur die Augen, sondern leugnet sie sogar. Ein Bericht von Amnesty International aus dem März diesen Jahres beweist, wie im Golfstaat Katar Arbeitsmigranten ausgebeutet werden, um die Infrastruktur für die Fußballweltmeisterschaft zu errichten. So berichten Bauarbeiter z. B., dass ihnen die Reisepässe abgenommen wurden, um ihre Ausreise aus Katar zu verhindern. Ausstehende Löhne werden teilweise erst mit monatelanger Verzögerung ausgezahlt. Beschwert sich ein Arbeiter, so droht ihm die Abschiebung aus Katar, ohne dass ihm die ausstehenden Löhne ausgezahlt werden. Die katarische Regierung hat bislang wenig gegen diese Arbeitsbedingungen unternommen, auch wenn sie gegen geltendes Recht in Katar verstoßen. Die FIFA weiß von diesen menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen, hat bislang jedoch ebenso wenig unternommen, um eine weitere Ausbeutung der Arbeitsmigranten in Katar zu verhindern. Durch diese Untätigkeit ist die FIFA mitverantwortlich dafür, dass die Weltmeisterschaft auf dem Rücken Zehntausender ausgebeuteter Arbeitsmigranten ausgetragen wird.

„RESPECT!“ kreischt derweil die verzogene kleine Schwester der FIFA in Europa. Die UEFA ist in Sachen „RESPECT!“ allerdings auch keine Vorzeige-Organisation. Korruption ist ein offenbar normaler Bestandteil des modernen Fußballgeschäfts in Europa. Sich vor diesem Hintergrund „RESPECT!“ auf die Fahnen zu schreiben, wirkt schon fast zynisch. Einst war der Slogan der UEFA: “ We care about football“ der zutreffender Weise auf „UEFA: We care about money“ umformuliert wurde.

Werden wir noch kleiner und gucken auf den „DFB“. Er ist Teil der FIFA und der UEFA und somit Teil eines korrupten, teils menschenverachtenden Systems. Kritik an geltenden Praktiken Fehlanzeige. Die Geldgier der „großen Geschwister“ hat zu anderen Handlungen erzogen. Selbst der unbestechliche, nicht kritisierbare Kaiser konnte der Macht des Geldes nicht widerstehen.
So ist es schon fast logisch, dass es auch in der Bundesliga keine Grenzen mehr zu geben scheint. Ein Martin Kind von Hannover 96 meint beispielsweise, er wäre der Verein und fordert wie selbstverständlich die Abschaffung einer vereinssichernden 50+1 Regelung. Warum? Um für  Investoren eine Möglichkeit zu schaffen, bei einem Bundesligaclub einzusteigen, um so noch mehr Geld in das Fußballgeschäft der Bundesliga zu pumpen. Alles getarnt unter dem Deckmantel der Konkurrenzfähigkeit gegenüber der anderen Topligen Europas. Bei Dietmar Hopp ist es indes der SAP Spielball „TSG 2005 Hoffenheim“. VW hat ganz nebenbei nicht nur Kunden betrogen, sondern auch den VfL auf Kosten hart arbeitender Vereine groß gemacht. Auch in Ingolstadt darf man nicht frei von Scham sein. Andere Konzerne stehen indes schon in den Startlöchern, um etwas von dem tollen Ruf des Fußballs für ihren eigenen, meist zweifelhaften, abzuschöpfen.

Und nun auch noch RB Leipzig, deren Existenz nur durch Profitgier erklärbar ist. Mit RB Leipzig hat es die Brausefirma aus Österreich auf die Bühne einer europäischen Topliga geschafft. Spielergeschiebe zwischen New York, Salzburg und Leipzig zur Generierung sportlichen Erfolgs ist bereits Alltag. Ein Konstrukt, das frei von dem ursprünglichen Gedanken des Sports gegründet wurde. Frei von jeglichem Bezug zu Heimatort und Spielstätte. Ein Konstrukt das theoretisch wahllos als Etikett auf jeden Verein geklebt werden kann.

Von derartigen Auswüchsen können leider auch Fans des englischen Profifußballs berichten, wo seit Jahren Vereine gekauft, ausgesaugt und wieder ausgespuckt werden. Oder in Spanien, wo oftmals mit erheblichen Steuervorteilen oder staatlichen Zuschüssen Vereine künstlich groß gehalten werden. Auch in Italien weiß man von vielfachen Schiebereien und Korruptionen, gibt dort aber gerne den Fans die Schuld für leere Stadien.

Es dürfte auch so jedem klar sein, dass in unserem Sport einiges ganz gewaltig schief läuft. Zumindest für uns ist es der beste Grund, nicht einfach weg zu schauen oder dem ganzen den Rücken zu zukehren. Angriff ist die beste Verteidigung, weswegen wir uns gegen all dies stemmen.  Am besten mit eurer Hilfe!

Also bleibt launisch, kritisch, laut! Für unseren Traditionsverein und uns selbst!

18. Oktober 2016

Neues vom Stand…

Kategorien: Allgemein

Ab sofort gibt es für schlappe 12€ ein neues Shirt an unserem Stand zu erwerben! Also rankommen und einkleiden!

 

8. September 2016

Moin Werderfans,

Kategorien: Allgemein

nach langer Pause rollt der Ball wieder im Weserstadion. Nachdem die letzte Saison in einem Endspiel gegen Eintracht Frankfurt gipfelte, beginnt die neue Saison, wie schon heute viele zu wissen scheinen, augenscheinlich erneut mit einem Endspiel für den Trainer. Zu heftig wirken die letzten Jahre noch nach. Ob die beiden vorangegangenen Spiele jedoch ein Zeichen für eine weitere schwere Saison sind, lässt sich ehrlicherweise noch nicht beantworten. Es gilt, wie so häufig, einen kühlen Kopf zu bewahren. Auch wenn es schwerfallen mag, zum jetzigen Zeitpunkt wollen und müssen wir durchhalten und genau hinschauen, wer hier die Zukunft des Vereins im Auge behält und wer nicht. Die Mannschaft jedenfalls muss sich in Sachen Einstellung deutlich steigern, da dürften wir uns wohl alle einig sein.

Leider können wir Fans in sportlicher Hinsicht nur bedingt Einfluss nehmen. Anders sieht es bei den fankulturellen Themen aus, die uns letztlich alle betreffen. Diese dürfen wir, auch wenn die sportliche Situation noch so bescheiden ist, nicht außer Acht lassen. Denn das Wohl unseres Vereins, und somit auch unsere Fanseele, hängt bei Weitem nicht nur von sportlichen Ergebnissen ab. Themen wie Anstoßzeiten, Spieltagszerstückelung, Einflussnahme vereinsfremder Investoren, 50+1% Regelung, fanfreundliche Preise bei Tickets, grundsätzliche Freiräume in den Kurven, der kritische Umgang mit den Plastikclubs sind z.B. Dinge, die einen Verein wie unseren direkt oder indirekt schwer zusetzen können. Daher liegt für uns auch diese Saison der Fokus bei diesen und anderen Themen. Mit RB-Leipzig bspw. hat es abermals ein fremdbestimmter Retortenclub geschafft, sich einen Startplatz in der Bundesliga zu „erkaufen“. Dadurch muss leider erneut ein Traditionsverein seinen Platz im Oberhaus räumen. Eine mehr als bedenkliche Entwicklung, welche wir seit Jahren anprangern. Wie viele solcher Vereine die Bundesliga am Ende verkraften kann, wird sich in Zukunft zeigen.

Zu guter Letzt sehen wir uns gezwungen, in der aktuellen öffentlich-geführten Diskussion rund um unseren Trainer kurz ein paar Worte zu verlieren. Wir erinnern uns an zwei wirklich sehr schlechte Spiele. Spiele, die wir in dieser Art und Weise nicht verlieren dürfen. Uns irritiert jedoch der Umgang mit den Ereignissen. Das teilweise niedrige Niveau der medialen Berichterstattung müssen wir so hinnehmen. Den Umgang vieler Fans mit einem einzelnen Menschen können wir aber so gar nicht begreifen, geschweige denn akzeptieren.

Wir Fans können von einem Spieler oder Trainer erwarten, dass er sich mit voller Hingabe unserem Verein verschreibt, solange er hier unter Vertrag steht. Diese Hingabe kann jeder beim Trainer sehen. Hingegen vermisst man diesen bedingungslosen Einsatzwillen bei vielen anderen Akteuren. Wir fragen uns somit, wie es passieren kann, dass ein Mensch, der so viele Jahre absolut glaubwürdig und nachweisbar eine Einstellung und Identifikation besitzt, derart angefeindet werden kann? Selbst wenn man der Meinung sein mag, dass es für die Bundesliga – wie auch immer man darauf kommt, das beurteilen zu können – nicht reicht, verbietet sich ein derartiger Umgang mit einem so ehrlichen und verdienten Werderraner!

Es gilt weiterhin seinen Einsatz und die Bereitschaft, alles für unseren SV Werder tun zu wollen, zu würdigen und ihn fair zu behandeln! Wäre es nicht wesentlich sportlicher die Spieler in die Pflicht zu nehmen, als ewig den vermeintlich „leichten Weg“ des Trainerwechsels einzufordern?
Wir positionieren uns weder Pro noch Contra Viktor Skripnik. Aber was zu weit geht, geht zu weit.

Deswegen fordern wir alle Werderfans dazu auf, sich auch über das eigene Verhalten Gedanken zu machen und sich bewusst darüber zu werden, welchen Schaden und Wert dieses für den Verein ausmachen kann. Bleibt kritisch, aber urteilt nicht blind.

Auf eine neue Saison mit alten Zielen!

Wanderers Bremen