14. Mai 2015

Wie viel sind wir Fans eigentlich wert?

Kategorien: Allgemein

Alles in grün-weiß schielt nach Europa und wir arbeiten mal wieder fleißig an einer Choreo, um die Jungs auf dem Platz noch einmal mit ordentlichem Rückenwind zu einem anständigen Saisonabschluss in die Sommerpause zu verabschieden. Zudem möchten wir hiermit unserer ersten Meistermannschaft zum 50-jährigen Jubiläum die verdiente Ehre erweisen.

Jedoch scheint es für die Verantwortlichen unseres geliebten Sportvereins Wichtigeres zu geben. Anders können wir uns nicht erklären, warum die für diesen Samstag geplante Choreo nur mit Einschränkungen durchgeführt werden darf, was uns die Fanbetreuung gestern mitteilte. Der Grund sei diesmal, dass die Bandenwerbung im Ost Oberrang teilweise verdeckt wäre. Dabei würde es sich lediglich um wenige Minuten handeln. In der Vergangenheit hatten wir eher Schwierigkeiten bei den Genehmigungen von Choreos aufgrund der eingeschränkten Sicht der Logenbesucher.

Natürlich sind die Einnahmen von Werbepartnern für unseren Verein wichtig, dennoch können wir, auch ohne dabei verantwortungslos zu wirken, behaupten, dass dies nicht vorrangig unser oder das Problem der Fankurve ist. Wer dort welche Zahlenspielchen betreibt ist für uns schlichtweg zweitrangig. Sollte nicht der Einsatz der Fans mehr wert sein als fünf Minuten Sponsoreneinnahmen?

Der Spaß hört aber definitiv dann auf, wenn es heißt, dass ein Banner aus der letzten Reihe des Unterrangs an Stangen hoch gehalten werden darf, nicht aber von oben herab gelassen werden kann, was für die Durchführbarkeit der Choreo allerdings elementar wäre.
Es darf an dieser Stelle darauf hingewiesen werden, dass dies keinen Unterschied für die Werbung macht. Dies dürfte wohl auch einer Delegation von VW im Stadion ersichtlich sein. Für uns stellt sich also die grundsätzliche Frage, wie sich die Zukunft hier oder anderswo gestaltet, wenn die Einschränkungen für die Fans größer werden, als sie ohnehin schon sind.

Wir sind zu dem Entschluss gekommen, dass Spielchen auf den Platz gehören und nicht auf die Tribüne. Wir wollen unsere Mühen nicht zum wiederholten Male kurzfristig über den Haufen geworfen sehen. So eine Choreoerarbeitungs-Woche hat für uns auch ohne solche Spielchen schon zu wenig Tage und verlangt jedem alles ab. Wir sind weder in der Lage noch Willens einen solchen Schwachsinn mitzumachen! Das ist ein weiterer Einschnitt in das Ausleben der Kreativität der Fans!

Wie zum Henker erklärt man nun drei Spielern unserer ersten Meistermannschaft, die uns tatkräftig bei der Durchführung der Choreo unterstützen wollen, dass diese aufgrund der Einschränkungen nicht durchgeführt werden kann?
Bleibt uns wieder einmal nur zu hoffen, dass sich auch die Vereinsspitze auf das Spiel und den Saisonendspurt konzentriert und der Klimpergeldrechenschieber vollends im Schrank verschwindet!

Wanderers Bremen

30. April 2015

Retroshirt ab Samstag am Stand erhältlich!

Kategorien: Allgemein, Wanderers

Auch wir wollen gemeinsam mit euch unsere erste Meistermannschaft von 1965 feiern. Passend zu diesem Anlass haben wir unter anderem dieses schicke Retroshirt für euch,
welches ihr für 28 Euro bei uns am Stand erwerben könnt.

Daher kommt vorbei es lohnt sich!

Retroshirt 1965

25. April 2015

Hintergrund Derbychoreo

Kategorien: Allgemein

Am vergangenen Sonntag organisierten wir für das Derby gegen den HSV in der Ostkurve eine Choreo der etwas anderen Art. Auf den Transparenten vor und hinter dem Block war „Eine Kühne-AG als Gegner, nur mit Clowns und eine Szene, die so keine ist, macht für uns alle das Derby grau und trist“ zu lesen. Im Mittelblock wurde zusätzlich eine Blockfahne mit dem Konterfei von Herrn Kühne hochgezogen. Während der Choreo wurden die Augen des Herrn Kühne mit einem schwarzen Balken mit der Aufschrift „Gegen den modernen Fußball“ zensiert. Als weiteres Gimmick zum Spruch wurde seine Nase zuerst durch eine Clownsnase und zum Schluss durch eine Schweinsnase ersetzt. Abgerundet wurde das Bild der Choreo mit grauen Stoffschals im Unterrang. Doch was wollten wir mit dieser Choreo aussagen?

Zuerst einmal war uns wichtig, die Veränderungen innerhalb des Vereins, aber auch innerhalb der Fanszene bei unserem „Nachbarn“ nicht unkommentiert bzw. unkritisiert zu lassen. Diese Veränderungen sind so nicht nur beim HSV zu finden, dort jedoch unübersehbar und für uns als Bremer auch spürbar. Nach der Mitgliederabstimmung und der daraus resultierten Ausgliederung der Profiabteilung war der Weg für Investoren in Hamburg frei. Beispielsweise für den Herrn Kühne, einen milliardenschweren Investor des HSV, welcher sich gerne reden hört. Am liebsten dann, wenn es darum geht, wie die Verantwortlichen des HSV sein Geld ausgeben sollen. Einer der gefühlt am besten weiß, was für den HSV gut ist und somit immer wieder Einfluss auf die Verantwortlichen des HSV nimmt. Schließlich ist er ja ein international anerkannter Fußballexperte. Fußballexperten gibt es allerdings eine Vielzahl in Hamburg. Die einen gehen gerade ab in Richtung Liga drei, die anderen sind, wie in Granit gemeißelt, davon überzeugt, einer der wenigen Top Clubs Deutschlands zu sein. Diese Einstellung teilen wir mitnichten und wünschen dem HSV in Liga zwei viel Erfolg!

Aufgrund der Ausgliederung der Profimannschaft hat sich die CFHH mit einem beachtlichen Umfeld vom HSV mehr oder minder los gesagt. Mit dem HFC Falke e. V. haben sie ihren eigenen Verein gegründet, mit dem sie zur kommenden Saison den Spielbetrieb aufnehmen wollen. Sie besuchen mittlerweile bestenfalls als Einzelpersonen die Spiele der Bundesligamannschaft und sind stattdessen bei der 3. Herren Mannschaft oder beim Eishockey anzutreffen.
Gerade dieser Zustand wirkte sich auch massiv auf die Derbystimmung aus. Durch ihr Fernbleiben war schon in der Hinrunde zu bemerken, dass die Stimmung in der Heimkurve oder im Gästeblock der Hamburger in dieser Saison oftmals eher der einer Leichenhalle und nicht der eines Fußballstadions glich.

Dadurch ist das vorläufige Ergebnis der Umwandlung vom e. V. in eine AG schnell erzählt: Ein nicht unerheblicher Teil der Fans sind weg und sportlich läuft es noch schlechter als letzte Saison! Vom Trainerchaos ganz zu schweigen.

Daher muss ohnehin in Bezug auf Kritik am System Fußballmanagement, Ertragssteigerung, Profitmaximierung, Einflussnahme Dritter, Übernahmen oder was für einen Sch**** auch immer, ordentlich auf die Pauke gehauen werden. Die Choreo am vergangenen Sonntag war unsere Form eines Paukenschlags.

Gegen den modernen Fußball!

Weiter Fotos von der Choreo und dem Nordderby!

18. April 2015

Nordderby

Kategorien: Allgemein

Nun ist es bald soweit. Derbytime! Trotzdem ist eine andere Sache gerade wichtiger. Mit Arnold “Pico“ Schütz ist ein großer ehemaliger Spieler unseres Vereins gestorben. Als erster Ehrenspielführer und außergewöhnliche Persönlichkeit ist er uns stets in bester Erinnerung. Gerade deswegen sind wir zutiefst betroffen und wollen an dieser Stelle mit allen Trauernden aus Familie und Verein gedenken. Lieber Pico, du wirst uns ewig begleiten!

Wer uns kennt, der weiß, dass wir wiedermal weder Kosten noch Mühen gescheut haben, um eine Derbychoreo auf die Beine zu stellen. Soll man diese Choreo dann auch in einer solchen Situation mit der Klatschminute vor Anpfiff durchführen? Diese Frage hat uns die letzten Stunden intensiv beschäftigt. Schlussendlich sind wir jedoch zu dem Ergebnis gekommen, früher mit der Durchführung zu beginnen, weil Pico es so gewollt hätte!

826 Mal schnürte er für Werder die Schuhe und spielte weder für die Nationalmannschaft, noch für einen anderen Verein. Sein größter Erfolg war die erste Meisterschaft 1965. Wer ihn kannte, weiß welche Bedeutung für ihn Sätze, wie ,,Wer das große Geld verdienen will muss den Verein wechseln. Ich aber bin und bleibe Werderaner“ oder aber ,,Gegen den HSV muss man immer Vollgas geben“ hatten.
Deswegen verstehen auch wir seine Worte und die seiner Familie als klare Botschaft: Er wolle nicht, dass man denkt er sei von uns gegangen, wenn er doch noch da sei. Pico wollte keine große Trauer, sondern besonders im Nordderby wollte er mit Sicherheit, dass das Weserstadion unsere Elf zum Sieg schreit. So wollen wir ihn ehren, indem wir genau dies tun! Wir machen weiter, wir geben Gas – Für Werder und gegen den HSV!

Wir freuen uns also auch dieses mal wieder, neben einer ungewöhnlichen Schweigeminute mit euch eine ungewöhnliche Derbychoreo durchzuführen und denken dabei an seine Worte.
Allerdings und das ist selbstverständlich ziehen wir unsere Aktivitäten einige Minuten auf 15:18 Uhr vor.

Ab dem Einlaufen gilt und so sollte es sein, unsere ganze Aufmerksamkeit Pico und unserem Verein!